The Royal is in Town – Royal Republic im Kula Konstanz

Bevor es weitergeht mit den Berichten aus Kuba ein kleiner Einschub von einem tollen Ereignis, was letzten Donnerstag in Konstanz stattgefunden hat: Royal Republic waren „in Town“

Ende Juni verkündete die wunderbare, schwedische Rock-/Indie-Band Royal Republic, dass sie, zwischen vielen Festivalauftritten, auch einen kleinen Zwischenstop in einem winzigen Club in Konstanz einlegen würden – genauer gesagt im Kulturladen, also Kula, Konstanz. Wie, Royal Republic im Kula? Als ich es erfuhr kaufte ich sofort eine Karte. Klar, wenn ich die Band toll finde, dann müssen das andere auch und dann ist bestimmt gleich ausverkauft – so dachte ich jedenfalls. Diese Sorge war im Endeffekt unbegründet, aber hätte ja sein können, oder nicht? Es waren dann doch auch noch einige Freunde für das Konzert zu begeistern und so stieg die Vorfreude bis zum letzten Donnerstag.

Beim Betreten des Kula realisierte ich mal wieder, wie klein die Location wirklich ist und demtentsprechend gibt es wenig Plätze, wo man keinen guten Blick auf die Bühne hatte. Wir stellten uns anfangs recht nah vor die Bühne. Vorband waren Blackout Problems, die ich schon mal gesehen hatte. Erst beim Nachrecherchieren konnte ich dann aber genau benennen, wo das war. OK Kid vor ein paar Jahren im Kula hatten sie ebenfalls als Vorband.

Blackout Problems haben von Anfang an Stimmung gemacht und das Publikum ging voll mit. Eher ungewöhnlich, dass eine Vorband so viel Bewegung erzeugt, aber die Menge tanzte, hüpfte und sang fleißig, so weit es ging, mit. Das ganze mündete in einem Sprung des Sängers vom Gelände auf die Menge – Stagediving Galore.

Umbau und dann kamen die Schweden auf die Bühne. Gut angezogen und charmant wie eh und je war die Band. Wie immer, muss man sagen. Ich hatte sie schon im letzten Oktober in Zürich und davor ebenfalls ein paar Mal gesehen. Das erste Mal tatsächlich 2011 in Weinheim auf ihrer ersten, kleinen Clubtour, für die ich Karten vom, damals noch existierenden, dieärzte-Fanclub ergattert hatte. Seitdem war ich der Band quasi verfallen. Schwarze Anzüge und weiße Hemden war der Dresscode an diesem Abend. Ob ihnen das nicht zu warm werden würde? Aber hallo!

Und dann ging es los. Die Musik geht einfach in die Beine und somit war das ganze Konzert eine riesige Party. Anfangs stand ich noch, wie gesagt, in der Menge, aber dann, so nach einem Drittel musste ich raus aus der Menge, es war einfach so unglaublich heiß und nass. Daher ging ich erst mal an die Bar, trank einen halben Liter Apfelschorle und genoss den Rest des Konzerts von weiter oben, wo der Blick immer noch gut, aber die Hitze wenigstens auszuhalten war.

Auch der Band machte das Klima deutlich zu schaffen und nach einem kleinen Battle hatte schließlich auch Adam, der Sänger, kein Jackett mehr an. Die letzten zwei Lieder spielte er, gefühlt, nahe am Delirium – komplett nass und immer wieder Flüssigkeit zu sich nehmend. Spaß hatten sie trotzdem und das betonten sie auch immer wieder. Es war schließlich die einzige Clubshow, die sie diesen Sommer spielten – da fühlt man sich dann doch ein bisschen geehrt.

Nach ein paar Zugaben war es dann irgendwann vorbei, die Band verneigte und bedankte sich zahlreich und das Publikum jubelte und gröhlte bis zum Ende. Vor dem Club stehend wurde dann auch klar, dass kein Gast trocken blieb. Aber alle traten mit einem großen Lächeln aus der Tür – was ’ne riesen Party. Danke, liebe Royals, es war uns eine Ehre und wir kommen definitiv wieder, wenn ihr beschließt, das kleine und feine Kula mal wieder zu besuchen!

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