Southside 2015 – Matsch und Sonne

Dieses Jahr war zum zweiten Mal das Southside dran, besucht zu werden. Das Wetter war wechselhaft, aber trotzdem war es wieder ein riesen Spaß.

Es fing Donnerstag damit an, dass wir uns im Regen auf machten zum Gelände. Von Konstanz aus ist es ja nicht weit, aber schon auf dem Weg dahin fing es an zu nieseln und auch heftiger zu regnen. Dort angekommen bekamen wir natürlich den Parkplatz, der am weitesten vom Eingang weg war. Aufhören zu regnen wollte es auch nicht. Aber es half ja alles nichts, zelten mussten wir trotzdem. Nach einem Gewaltmarsch durch Matsch und vorbei an längst feiernden Festivalbesuchern fanden wir dann auch irgendwann Platz. Der Platz war super gelegen zum Festivaleingang hin, aber natürlich nicht zum Parkplatz, der war fast eine Stunde weg, wenn man Hin- und Rückweg betrachtete.

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Donnerstag Abend war dann nicht mehr viel los, außer Aufbau und im Regen sitzen. Meine Laune war an diesem Abend ehrlicherweise auch nicht wirklich berauschend auf Grund der schon etwas penetranten Kälte. Aber ein Ausflug zum Wohnwagengelände machte den Abend dann noch erträglich. Ein Wohnwagen überdacht mit einem Zelt und bestückt mit einem DJ spendete die nötige Wärme.

Der nächste Tag fing an mit gutem Wetter und meine Laune stieg wieder. Der Café vom @der_ideealist tat sein Übriges. Irgendwann ging es dann auch los mit den Band: The Vaccines, Milky Chance (ein riesen Andrang, wahrscheinlich weil seine Songs im Radio rauf und runter laufen), der Anfang von Noel Gallagher’s High Fly Birds (eigentlich kannte ich gar nicht so viel von ihnen, aber ich wollte zumindest mal die eine Hälfte von Oasis live sehen).

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Danach dann, eins meiner persönlichen Higlights: Madsen. Obwohl nicht geplant sind sie für Ben Howard eingesprungen, der leider krank wurde. Aber diese Band hat meine Freud am Line Up bestimmt verdoppelt. Endlich mal wieder Madsen live. Sie waren gut drauf, der Sound war leider weniger gut, aber das tat meiner Stimmung keinen Abbruch. Einige neue Songs hatten sie auch dabei und ich freue mich schon auf das Album, das im Herbst raus kommt und ihr Konzert im November in Karlsruhe. Karten sind bestellt. Danach kam dann noch Katzenjammer (immer wieder toll, die Liveshow zu sehen), Florence & The Machine (auch eine super Stimme, die Frau). Am Ende dann noch kurz Paul Kalkbrenner (oder Fritz? Und wieso gibt es eigentlich zwei? Das Konzept, einem DJ beim DJen zuzusehen fand ich dann doch etwas komisch) und Irie Révolté (toller Ska im warmen Zelt).

Dann war es auch schon Samstag und das Wetter hielt immer noch an. Sehr gut. Zeit für erneutes Grillen und Spaziergänge auf dem Gelände.

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Dann ging es auch schon weiter mit labrassbanda (wenig verstanden, aber die Musik geht in die Beine. Boarisch, olé!), Jupiter Jones (ich musste mir den „neuen“ Sänger mal ansehen. Für gut befunden), NOFX (alte Punkband, der Sänger trug ein Kleid und auch sonst war es sehr anarchisch), Parov Stelar Band (gute Tanzmusik), The Gaslight Anthem (solider Rock) und Placebo (hab es nicht ganz bis zum Ende ausgehalten. Die Musik ist toll, aber der Unterschied zwischen CD und Liveshow ist nicht sehr groß, so dass der Mehrwert für mich nicht so ersichtlich war). Zu Casper wollten wir dann noch, aber der wurde aus unerfindlichen Gründen ins Zelt gelegt und das war eine halbe Stunde vor Beginn schon voll. Also nichts mit deutschem Hip Hop – stattdessen Klassiker im Partyzelt.

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Sonntag war der letzte Tag und auch hier hielt sich, nach anfänglichen Wolken und Nieselregen, das Wetter gut, was mir dann noch einen Sonnbrand im Gesicht bescherte. Musikalisch war es wieder ein starker Tag. Danko Jones (gute Rockmusik und tolle Show), Alligatoah (hatte ich nicht geplant, aber dann waren wir da und ich fand es eigentlich ganz cool, obwohl Hip Hop und daher eigentlich nicht mein Metier), kurz noch George Ezra, danach Cro und dann mein zweites Highlight: das Farin Urlaub Racing Team.

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Zu meiner Farin-Leidenschaft muss ich wohl nichts mehr sagen, daher konnten mich der Herr und seine Nattern gar nicht enttäuschen. Ich war glücklich und die Band gab alles. Dann kam noch Jan Delay (auch sehr coole Show und tanzbare Musik) und Materia. Ein würdiger Abschluss, der Herr gibt wirklich alles. Hat mir auch wieder erstaunlich gut gefallen, außer sein merkwürdiges Alter Ego Masimoto. Das war mir dann doch zu viel, obwohl viele das Alter Ego dem „richtigen“ vorziehen würden. Dazu bin ich vielleicht nicht hart genug.

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Am Sonntag Abend ging es dann auch schon, inklusive Sonnenbrand und voller einzigartiger Erinnerungen wieder zurück. Es war, vor allem abends, ziemlich kalt. Aber durch tanzen und andere Menschen war es im Endeffekt dann doch erträglich. Festivals haben immer eine besondere Stimmung und auch diese war beim Southside dieses Jahr wieder zu spüren. Neuhausen, wir sehen uns nächstes Jahr!

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3 Gedanken zu “Southside 2015 – Matsch und Sonne

  1. Melitta Huber schreibt:

    Die Begeisterung ist förmlich zu spüren. Jetzt kann man nur aufs nächste Jahr hoffen, das es hoffentlich mal keine so matschige Angelegenheit wird.
    Es wird wohl so sein: Nach dem ist vor dem Southside.
    Love Mum

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