Mit der Familie in Paris

Nachdem ich ja, wie im letzten Beitrag berichtet, alleine in Barcelona war, gab es im August noch einen weiteren Städtetrip mit meiner Familie. Das erste mal zu viert verreisen seit ewigen Zeiten und ich war ehrlich gespannt, ob das alles harmonisch sein würde. Also ab nach Paris!

Freitag Morgen ging es los, mit dem TGV ab Mulhouse, wir hatten schon vor einer Weile gebucht und ein super Angebot ergattert, bei dem wir pro Person nur 45€ hin und zurück bezahlt haben. Der Zug war pünktlich, das Personal freundlich und schnell war es auch noch – zu meckern gab es also nichts.

Die Übernachtung hatten wir ebenfalls schon vorher gebucht, in einem Hotel der ibis-Kette in der Nähe unseres Ankunftsbahnhofs, dem Gare de Lyon. Hier erwischten wir ebenfalls ein tolles Angebot, ein sogenanntes Familienzimmer. Erst hatte ich die Befürchtung, dass es sich um ein Zimmer mit zwei Beistellbetten handelt, war aber eigentlich nicht davon überzeugt, weil ich angegeben hatte, dass es sich um 4 Erwachsene handelt. In Wirklichkeit entpuppte sich das Familienzimmer als zwei Doppelzimmer im gleichen Stockwerk. Mein Bruder und ich mussten uns die XXL-Decke teilen, was aber ohne Probleme funktionierte, weil sie wirklich sehr riesig war. Das Zimmer war sauber und war ausgestattet mit der Standard-ibis-Einrichtung, wie man sie von der Kette gewohnt ist. Allenfalls ein zweites Handtuch wäre schön gewesen, ebenso eine Klobürste und ein Mülleimer im Schlafzimmer.

Da wir wieder nur wenig Zeit hatten, haben wir uns auf die touristischen Sachen begrenzt. Am ersten Tag liefen wir die Champs-Elysees vom Louvre bis zum Arche de Triomphe entlang. Danach waren wir auf der Suche nach einem Café, was sich als schwierig erwies angesichts der sehr touristischen Gegend. Also beschlossen wir, wieder ins Hotel zu fahren. Dort bekamen wir dann einen Tip von Rezeptionisten für ein kleines Restaurant, in dem wir dann zu Abend essen konnten. Der Kellner war sehr freundlich und sprach sofort Französisch, obwohl ich sagte, ich könne es nur ein bisschen. Gott sei Dank verstand ich, was er uns mitteilte, konnte bestellen und alle waren zufrieden und satt.

Am zweiten Tag frühstückten wir erst mal in einer kleinen Bäckerei in der Nähe des Hotels, weil wir das Frühstück nicht mitgebucht hatten. Danach war als erstes die Notre Dame an der Reihe. Der Einlass ging schnell voran und wir mussten zu unserem Erstaunen nicht mal Eintritt bezahlen. Der wäre nur fällig gewesen, wenn wir auf den Turm hätten steigen wollen, was wir dann aber nicht angingen. Danach machten wir uns dann auf Richtung Eiffelturm, der ja nicht zu übersehen war. Die Toilettensituation dort war wirklich miserabel, ein paar Dixieklos würden dem Ganzen durchaus ein wenig Entspannung bereiten. Wir beschlossen, bis zur zweiten Etage zu laufen, weil uns dies empfohlen wurde. Oben angekommen stellten wir fest, dass die Kasse für das letzte Stück mit dem Aufzug für die nächsten zwei Stunden erst einmal geschlossen hatte (unten konnte man diese auch nicht erwerben). Das war ärgerlich, weil wir dann beschlossen nicht zu warten, da es bestimmt noch insgesamt mindestens 3 Stunden gedauert hätte, bis wir tatsächlich ganz oben gewesen wären. Schade und auch etwas seltsam, dass die Kassen einfach mal Pause machen. Also liefen wir irgendwann dann wieder runter und zurück zum Hotel. Abends, nach dem Essen im gleichen Restaurant, fuhren wir dann nochmal zum Eiffelturm, um ihn auch beleuchtet zu sehen. Das war ein schönes Erlebnis, der Turm ist wirklich sehr eindrucksvoll und das Wetter, das ganze Wochenende eher unbeständig, spielte auch wunderbar mit. Der Mond machte sogar noch eine Wanderung „durch“ den Eiffelturm.

Dann brach schon der letzte Tag an. Wir fuhren erst zur Sacre Coeur, beziehungsweise fuhren wir erst und dann mussten wir noch einige Treppen nach oben laufen. Das Wetter war leider ziemlich mies, so dass sich alle in die Kirche drängten, in der schon ein paar Minuten später eine Messe begann. Die Krypta schauten wir uns dann auch noch an, aber die war wirklich ihre 3€ nicht wert. Naja, das Wetter trieb uns nach drin. Danach ging es wieder in Richtung Notre Dame, wo wir dann in ein Boot stiegen um auf der Seine herum zu fahren. Wir fuhren 1,5h und konnten nochmal alles im Vorbeigehen betrachten, was wir noch nicht oder schon die Tage davor gesehen hatten. DHnach ging es, nach einem kurzen Abstecher in den Jardin des Plantes, wieder zurück zum Hotel und dann mit dem TGV zurück nach Hause.

Im Gegensatz zu Barcelona war ich ja, wie erwähnt, mit der gesamten Familie unterwegs. Anfangs war ich gespannt, wie das laufen würde, aber es gab keinerlei Probleme. Mein Bruder und ich teilten uns die Stadtführerrolle, ich war für die Kommunikation zuständig und meine Eltern genossen es, einfach nur hinterher zu laufen und die Stadt zu betrachten. Alleine, das haben sie immer wieder betont, wären sie nie nach Frankreich oder Paris gereist, weil ihnen die Sprache zu fremd ist. Ein Umstand, den ich gut verstehe, denn sobald die Franzosen bemerkten, dass ich ein klein wenig ihre Sprache beherrschte, redeten sie nur noch auf Französisch auf mich ein, auch wenn mein Wortschatz durchaus sehr beschränkt ist. Ich denke nicht, dass sie viel Geduld mit meinen Eltern gehabt hätten, wären sie alleine gereist. Es war wirklich ein sehr schönes Erlebnis, die ganze Familie mal wieder vereint für ein paar Tage und das auch noch in einer so wunderbaren Stadt wie Paris.

 Gare de Lyon Louvre Arche de Triomphe Familie Notre Dame  Eiffelturm Eiffelturm   Sacre Coeur Bootsfahrt Jardin de Plantes

Weitere Fotos gibt es bei flickr.

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3 Gedanken zu “Mit der Familie in Paris

  1. Anonymous schreibt:

    Hi, habe deine seite durch FU’s GB gefunden und mich etwas umgeschaut und da ist mir hier gerade was aufgefallen. Den Eifelturm darf man nicht beleuchtet Fotografieren und das Foto veröffentliche- Das kann richtig teuer für dich werden, also lieber schnell rausnehmen 🙂 http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article130853217/Nachtfotos-vom-Eiffelturm-koennen-teuer-werden.html
    Und ein öffentlich zugänglicher Blog sollte auch ein vollständig ausgefülltes Impressum haben, sonst kann das ebenfalls sehr teuer werden, zumindest kann man da sagen sicher ist sicher, ist halt noch ne grauzohne 😉 hier auf der Seite findest du viel dazu und auch einen Impressumsgenerator http://www.e-recht24.de/

    Gefällt 1 Person

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